Jan 19

Am Wochenende konnte ich zum ersten mal ein Netbook live in Aktion sehen und muss sagen, das ist schon nicht schlecht. Bisher war alles rund um das Thema Netbooks gründlich an mir vorbei gegangen, aber das scheint auf jeden Fall einen zweiten Blick wert zu sein.

Also erstmal Amazon angeworfen, was immer eine gute Möglichkeit ist sich einen ersten Überblick zu verschaffen, und die ersten drei Modelle genauer angesehen, die bei der Suche nach “Netbook” gelistet werden. Bei der Suche auf Platz eins steht ein Asus Eee PC 1000H 10 Zoll WSVGA Netbook, auf Platz zwei das Samsung NC10-anyNet 10,2 Zoll WSVGA Netbook und auf Platz drei das Toshiba NB100-10Y 8,9 Zoll WSVGA Netbook. Die wichtigsten Eckdaten der einzelnen Modelle habe ich im folgenden mal zusammengefasst:

Netbook   Abmessungen   Gewicht   CPU   Speicher   Festplatte   Preis
Asus   266 x 191.2 x 28.5 mm   1.450 g   Intel Atom N270 1,6GHz   1.024 MB DDR2 RAM   160 GB S-ATA 5400 U/min   379€
Samsung   261 x 185,5 x 30,3 mm   1.330 g   Intel Atom N270 1,6Ghz   1.024 MB   160 GB SATA Festplatte mit 5400 U. / Min.   398,95€
Toshiba   225 x 178 x 29.5 / 33 mm   999 g   Intel Atom N270 1,6GHz   1024 MB DDR 2 RAM 667 MHz   120-GB HDD SATA   329€

Die Unterschiede sind also nicht so groß, was auch für die weitere Ausstattung gilt. Alle drei Modelle kommen mit Windows XP Home, einer eingebauten Webcam, einer Bildschirmauflösung von 1.024 x 600 Bildpunkten und WLAN. Die maximale Akkulaufzeit ist bei Amazon leider nur für das Netbook von Samsung angegeben und beträgt ca. 7 Stunden. Mit der Hilfe von Google findet man aber auch den Wert von ca. 5,5 Stunden für das Asus Netbook und etwa 4-4,5 Stunden für den Toshiba. Was einem persönlich an weiterer Ausstattung wichtig ist – z.b. Bluetooth – ist letzten Endes vom persönlichen Anwendungsfall abhängig (Markenpreferenzen nicht zu vergessen ;)). Persönlich finde ich es wichtig den Hauptspeicher auf 2 GB erweitern zu können, was beim Samsung leider nicht geht, hier ist mit 1 GB Schluss. Auch denke ich mal sollte sich Tastatur und Bildschirm mal genauer ansehen, was die Verarbeitung angeht und die Entspiegelung.

Beim Betriebssystem hat man momentan nur die Wahl beim vorinstallierten Windows XP zu bleiben, oder auf eine Linux-Variante zu wechseln. Für Apple-Fans gibt es hier leider keine guten Nachrichten, wenn man bedenkt was Steve Jobs noch im letzten Jahr über die Netbook-Kategorie festgestellt hat:

Wir wissen nicht, wie man einen 500-Dollar-Computer bauen soll, der kein Stück Schrott ist.

Auf der anderen Seite wäre es nicht das erste Mal, dass Apple mit Macht in ein neues Markt-Segment kommt (siehe iPhone) und der Mac Mini kostet schliesslich auch nur knapp 500€. Natürlich brodelt auch die Gerüchte-Küche bei Apple, aber das sieht doch noch stark nach Fake aus im Moment. Ob allerdings das iPhone (von der Bedienung) und das MacBook Air (vom Preis und den Abmessungen) wirklich als die Netbook-Alternativen von Apple angesehen werden können bezweifle ich doch stark, auch wenn dies in einschlägigen Apple-Foren gerne hervorgehoben wird.

Am Ende bleibt wie immer die Frage, was man mit dem coolen Stück Technik wirklich anfangen kann, vor allen Dingen, wenn man schon ein Notebook sein eigen nennt. Aufgrund der Grösse und des Gewichts kann man das Netbook sicherlich häufiger – mal eben so – im Rucksack mitnehmen, was man mit seinem 15,4 Zoll Notebook nicht unbedingt machen würde. Durch den geringeren Preis ist auch die Sorge vor Schäden und Diebstahl nicht ganz so gross, auch wenn beides trotzdem extrem ärgerlich wäre. Also kommt es sicherlich zum Surfen in Frage (WLAN-Netz am Zielort vorausgesetzt), oder eben zum schnellen Surfen abends auf der Couch. Aber auch ein Einsatz als Kalender und für Notizen ist vorstellbar.

Auf jeden Fall werde ich den Markt mal im Auge behalten und mit gaaanz viel Glück tut sich ja bei Apple auch noch was beim Thema Netbooks. Ansonsten wird es auch spannend zu sehen, ob Windows 7 eine echte Alternative zu XP auf einem Netbook wird (wenn schon kein Mac OS).

Author: Thomas Jaspers Tagged with:
Jan 18

Angst vorm Hitzetod mitten im Winter? Naja, dabei geht es auch nicht um mich, sondern um mein MacBook Pro, welches gestern für eine Lan-Party “herhalten musste”. (Eine in Würde gealterte Spiele-Community auf den Spuren ihrer Jugend, hat extrem viel Spass gemacht :)!) Aber das ist eine andere Geschichte.

Zurück zum Hitzeproblem. Dank Boot Camp lief Quake3 anstandslos, allerdings hatte ich schon bei einigen Tests vorab bemerkt, dass der Rechner beim Spielen – vor allem links unten – extrem heiss wird.
Und wie so oft kam das Event schneller als erwartet und es musste eine Lösung her. Ein paar Mitspieler haben einfach so gespielt und die Laptops haben es trotzdem überlebt, aber für meinen eigenen Seelenfrieden war ich noch auf der Suche nach ein wenig Belüftung von unten. Sprich der Rechner sollte etwas höher stehen. Und was könnte besser sein als ein Provisorium, wie auf dem folgenden Bild zu erkennen:

Genau, zwei leere Toilettenpapierrollen in der Mitte durchgeschnitten und schon hat man vier wunderbare “Füsse” für den Laptop, die ausserdem noch selber nur wenig Auflagefläche haben. Das Ganze stand recht stabil und man hatte auch noch ein wenig mehr Platz für die Kabel und das Mauspad konnte man auch ein wenig darunter schieben :).

Für jeden Tag macht hier der low-budget Lösung leider die doch etwas gewöhnungsbedürftige Optik den gar aus. Aber als Hotfix sehr brauchbar. Ich bin auch immer noch auf der Suche nach einem passenden Laptop-Halter. Mir schweben da zwei Aluschienen vor, die oben und unten gummiert sind, und die man dann längs unter den Laptop stellen kann. Hört sich doch irgendwie schon nach dem nächsten Bastelprojekt an …

Author: Thomas Jaspers Tagged with:
preload preload preload