Jun 16

Seit einem guten Monat bin ich jetzt ja stolzer Besitzer eines iPhone 3G und da wird es ja mal Zeit für einen Erfahrungsbericht. Insbesondere wo es hier auf dem Blog ja momentan ohnehin ein wenig ruhig ist.

Wie bei Apple-Produkten üblich so kommt auch das iPhone in einer schicken Verpackung. Das Auge packt ja schliesslich mit aus. Vorsichtig wird das gute Stück erstmal von allen Seiten begutachtet und man kommt nicht umhin zu sagen “chic chic”.

Allerdings schon während dieser ersten Betrachtung formt sich lautlos eine Frage im Gehirn: Wie zum Geier setze ich hier die SIM-Karte ein? Und auch das ist typisch Apple: Wo bei jedem anderen Handy eine Kurzanleitung zum Einsetzen der SIM-Karte dabei liegt findet sich in der gesamten iPhone-Dokumentation nicht ein Wort darüber. Aber na gut, das iPhone ist natürlich auch nicht “jedes andere Handy” und Google ist wie immer Dein Freund. Allerdings selbst in diesem dunklen Kapitel strahlt das helle Apfel-Licht *lach*, denn die Verpackung der Anleitung ziert eine kleine Metallnadel und genau diese kann genutzt werden, um den SIM-Einschub zu entriegeln (und keine schnöde Büroklammer wie so oft genannt). Das ist in der Tat brillant und irgendwie um so mehr, da das nirgendwo steht :).

Als nächster Schritt kommt die Aktivierung und Einrichtung des iPhones via iTunes. Als glücklicher Besitzer eines IPod Classic bin ich dieses Procedere ja bereits gewohnt und habe auch den nötigen iTunes-Account. Ein Kollege dessen Frau kürzlich einen iPod gewonnen hat, hat sich über diese “Zwangsmassnahme” allerdings bitterlich beklagt. Aber es ist recht einfach: Kein iTunes kein iPhone, ausser man begibt sich in die Grauzone irgendwelcher “Hacks” und hat auch entsprechend viel Zeit und Energie über dafür. Ich finde iTunes nicht schlecht, also soweit alles im grünen Bereich.

Und dann das erste Entriegeln: Mit einer – mittlerweile in Fleisch unt Blut übergegangenen – Bewegung von links nach rechts mit dem Daumen wird das iPhone entriegelt. Danach lacht einen die von vielen Fotos bekannte iPhone-Oberfläche an. Im unteren Bereich des Bildschirms werden vier Programme (von nun an nur noch stilecht Apps genannt) permanent angezeigt, während die restlichen Apps (4×4 = 16) bildschirmweise von links nach rechts durchgeblättert werden können. Alle Apps können beliebig neu angeordnet werden. Hierzu muss lediglich längere Zeit das Icon einer beliebigen App gedrückt gehalten werden. Nach kurzer Zeit fangen alle Icons an zu “vibrieren” und diese können nun beliebig duch die Gegend geschoben werden. Aus dem App-Store geladene Apps können in diesem Modus auch gelöscht werden. Vorinstallierte Apps lassen sich jedoch nicht löschen. Durch Drücken der Home-Taste wird dieser Modus wieder deaktiviert.

Eine App startet durch einfachen Druck auf das entsprechende Icon. Durch Drücken der Home-Taste wird die App wieder beendet. Das iPhone hat kein echtes Multitasking, sondern es läuft immer nur die aktuelle App. Lediglich Systemfunktionen – z.B. das Annehmen eines Anrufs – laufen parallel. Die meisten Apps speichern beim Beenden jedoch ihren Status und starten so wieder an derselben Stelle wo diese beendet wurde. Das erweckt zumindest den Eindruck einer parallelen Ausführung.

Per default sind die apple-typischen Apps installiert, allen voran natürlich iPod, iTunes, Safari und der App Store. Aber es gibt auch weitere Apps wie Karten (im Prinzip Google Maps), Kamera, Kalendar, Kontakte und Mail. Ach ja, dank der Telefon-App kann man mit dem iPhone auch telefonieren, aber das ist zugegebenermassen nicht die primäre Funktion des iPhones. Bei der SMS-Funktion punktet das iPhone allerdings mit der guten Idee SMS als Konversationen zu speichern und somit ist die SMS-Inbox nicht total zugemüllt, sondern es finden sich dort nur die Verweise auf die Konversationen mit verschiedenen Kontaktpartnern. Nett ist auch die Funktion Telefonnummern in einer SMS als Link darzustellen, so dass diese durch einfaches Anklicken direkt angewählt werden kann.

Die Bedienung des iPhones über Gesten zum Blättern, Vergrössern, Verkleinern, etc. geht schon nach kurzer Zeit in Fleisch und Blut über. Und es macht einfach Spass! Ich ertappe mich immer mal wieder dabei Apps zu starten, ein wenig rumzuscrollen und dann wieder zu schliessen, ohne wirklich viel mit der Applikation (wollte doch mal wieder was anderes als App schreiben) gemacht zu haben. Und damit kommen wir zum Kernstück des iPhones: Dem App Store. Hier lassen sich auf einfachste Weise zusätzliche Apps aufs iPhone herunterzuladen. Das funktioniert perfekt und es gibt eine Menge Perlen, die sogar kostenlos sind und dann gibt es noch die Masse an Apps, die ein paar Cent bis drei Euro kostet. Nur wenige Apps kosten sieben Euro oder mehr. Zum Herunterladen einer App muss das Passwort für den iTunes-Account angegeben werden und schon installiert sich die App auf dem iPhone. Das Angebot ist riesig und es kostet schon einige Zeit die echten Perlen zu finden. Ach ja, habe ich schon erwähnt, dass ich noch eine kleine Serie hier an dieser Stelle (= diesem Blog) plane, in der ich die besten Apps vorstellen werde :-)?!

Was bleibt noch: Synchronisation mit iTunes läuft problemlos und Apps, Bilder und Musik werden in beide Richtungen gesynced. Aber auch hier kann man – leider auch apple-typisch – nach wie vor nur mit einem Rechner synchronisieren. Bei Mail habe ich den Exchange-Server der Firma eingebunden, was schnell konfiguriert war und absolut zuverlässig funktioniert. Überhaupt kommt hier die nächste grosse Stärke des iPhones zum tragen: Man ist immer Online. Und man gewöhnt sich verdammt schnell daran. Mal eben ein Blick ins Internet, mal eben einen News-Reader starten, mal eben Twittern. Die Liste lässt sich endlos fortführen, denn dank der genialen Bedienung klappt dies alles auch trotz des – im Vergleich zu einem Netbook – sehr kleinen Bildschirms. Für ein Telefon ist der Bildschirm dafür recht gross :).

Es ist spät und ich muss hier zu einem Ende kommen. Für mich persönlich ist das iPhone ein geniales Stück Technik und ich möchte es absolut nicht mehr missen und an dieser Stelle auch nochmal ein dankeschön in Richtung Firma werfen, die mir das iPhone als Firmenhandy genehmigt hat :). Auch wenn man sich hier insbesondere aufgrund der kurzen Akkulaufzeit schonmal anhören muss nur ein “Spielzeug-Telefon” zu haben. Ein nicht ganz unbegründeter Kritikpunkt, denn der Akku ist bei mir im Schnitt nach 48 Stunden leer, was für ein Handy kein gerade berauschender Wert ist. Aber drauf geschissen :), das tut der Freude keinen Abbruch. Ach ja, morgen kommt die 3.0er Version vom iPhone OS heraus. Und hier zeigt sich Apple dann zu guter Letzt wieder von seiner besten Seite, denn wie auch bei den Macs bringen die Software-Updates echte neue Funktionen aufs iPhone und das in einem Umfang wie es meines Wissens nach bei keinem anderen Handy geschieht (falls man dort überhaupt jemals updated).

Die Postings über die Apps kommen, versprochen, aber jetzt ruft erstmal das Bett und zwar schon ziemlich laut … gute Nacht und vermutlich werfe ich gleich nochmal fix Twitterific. Natürlich auf dem iPhone … :)

Author: Thomas Jaspers Tagged with:
May 24

So, nach einer gefühlten Ewigkeit komme ich doch hier endlich mal wieder zum Schreiben. Der neue Job ist super, aber halt auch erstmal was stressiger, insbesondere im Vergleich zum “Absitzen” meiner Tage am Ende des alten Jobs … und psst, ich muss das schreiben, mein Chef und die Hälfte der neuen Kollegen liest hier mit :-). Aber was soll ich sagen, wenn es ein iPhone als Firmenhandy gibt, dann kann es nur super sein … allerdings treibt mich der App-Store vermutlich noch in den Schuldturm, kostet ja immer nur ein paar Cent hier, ein paar Euro da, aber irgendwie läppert sich das doch ziemlich. Aber das iPhone ist wirklich absolut genial, bin extrem begeistert und werde meine Begeisterung auch nochmal in einem zukünftigen Posting freien Lauf lassen (kleine Drohung).

Das iPhone ist die perfekte Überleitung zum zweiten Teil dieses Postings: Twitter! Jetzt kommen ja schonmal etwas häufiger aktuelle Tweets von mir – hab´ ich an dieser Stelle schon das iPhone erwähnt :-) – allerdings bin ich noch meilenweit davon entfernt wirklich regelmässig zu twittern. Trotzdem bekomme ich in letzter Zeit immer häufiger neue Follower, die ich in keinster Weise kenne. Anfangs fühlte ich mich natürlich geschmeichelt und habe gedacht “Yeah, es ist die Qualität, nicht die Quantität”, aber irgendwie ist das auch nicht so richtig wahrscheinlich. Es ist wohl schlicht nur das “Geschäftsmodell” einiger Leute, die davon ausgehen, das man automatisch zurück-follow-et und sich damit einen große Menge Follower erschliessen wollen, vermutlich um diese dann mit Werbung oder sonst was zu bombadieren … deswegen hier mal in aller Deutlichkeit: Vergesst es :-))! Ich folge niemandem auf Twitter, den ich nicht kenne, nur weil er mir folgt, das funzt mit mir nicht. So, das musste mal gesagt werden und jetzt auf in einen sonnigen Sonntag :).

Author: Thomas Jaspers Tagged with:
Feb 04

Das iPhone ist ein “zauberhaftes” Stück Technik, da gibt es gar keine Diskussion (zum Glück bin ich ja hier der Chef und kann das einfach mal so sagen :)). Aber der Cube Cheater (Achtung: Link öffnet den iTunes Store falls vorhanden) ist echt eine der coolsten iPhone-Applikationen (gefunden in der bastelschubla.de) und endlich gibt es Revange für die endlosen verzweifelten Sitzungen mit dem Zauberwürfel … für alle iPhone-Besitzer zumindest.

Eine andere Variante des Videos habe ich noch via Nerdcore gefunden:

Author: Thomas Jaspers Tagged with:
Jan 27

Seit ein paar Wochen sammel ich jetzt schon Material für ein Posting über das Palm Pre, aber irgendwie kommt ich nicht auf einen richtig runden Artikel und deswegen haue ich jetzt einfach erstmal raus was ich schon habe :).

Es ist schon einige Jahre her, da hatte ich einen Organizer von Palm. Das Teil konnte alles was man brauchte (oder auch nicht brauchte) und hatte diese nette "Handschrifterkennung", wobei man dann allerdings ziemlich spezielle Zeichen "malen" musste. Das Teil war ein ziemlicher Hype und im Freundes- und Bekanntenkreis waren Palms weit vertreten. Ich habe den Palm recht lange benutzt, aber irgendwann kam ein MobileWindows Organizer inkl. TomTom Navigation und das Teil wurde im Keller versenkt und ich habe auch nicht mehr wirklich viel von Palm gehört. (Der MobileWindows Organizer ist allerdings mittlerweile auch im Keller versenkt ;).)

Immer häufiger taucht jetzt der Name "Palm Pre" in Zusammenhang mit einem neuen Handy von Palm auf und ich wollte doch mal schauen wie es darum bestellt ist. Dabei muss ich als kurze Vorwarnung sagen, dass ich ein ziemlich Fan vom iPhone bin, auch wenn ich (leider) noch keins habe.

Palm setzt bei dem neuen Handy auf webOS auf. Dabei werden Applikationen in HTML 5, CSS und JavaScript entwickelt. Diese Entwicklungsplatform steht in Konkurrenz zu XCode und ObjectiveC als iPhone Entwicklungsumgebung und Eclipse+Java für Android. Damit dürfte die Hürde beim iPhone am Größten sein, denn man braucht nicht nur einen Mac, sondern ObjectiveC ist auch ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Aber zurück zum Palm Pre. Bis jetzt ist das neue Palm Handy noch nicht erschienen und ausser einem Coming soon ist der Palm Webseite auch nicht viel zu entlocken. Das folgende Video zeigt dafür aber schonmal was die neue Palm Pre Benutzeroberfläche so alles kann:

Einen Vergelichstest der verschiedenen Konzepte vom iPhone, Android und Palm Pre findet sich by Gismodo. Dabei schlägt sich das Palm Pre keineswegs schlecht.

Interessanterweise scheinen sowohl Google als auch Apple den neuen Konkurrenten ernst zu nehmen. So findet - verblüffenderweise - Google Mobile keine Einträge wenn man nach Palm Pre sucht. Schwerwiegender dürfte jedoch der "Schlag" von Apple sein, denn hier wird auf Patentverletzungen geklagt, da das Palm Pre User Interface wohl dem vom iPhone zu ähnlich sein soll.

So oder so belebt Konkurrenz das Geschäft und ich bin mal gespannt wann - und wie - das Palm Pre am Ende auf den Markt kommt. Danach wird es wohl dann nochmal eine Zeit brauchen, bis es den Weg von Amerika nach Europa findet. Persönlich würde ich momentan allerdings immer noch dem iPhone den Vorzug geben :).

Author: Thomas Jaspers Tagged with:
Oct 31

Apples restriktive Politik in Sachen AppStore war ja schon vielfach Grund zu beschwerden und dieses mal trifft es den Opera Mini, Opera’s Browser für mobile Geräte. Zur Begründung wird auf ZDNet angeführt, Apple wolle (mit Apple Produkten) konkurierende Software im AppStore unterbinden.

Das ist sicherlich richtig, allerdings wird es bei den AppleInsidern etwas greifbarer. Hier wird erklärt, dass Apple explizit untersagt auf dem iPhone (oder iPod Touch) Frameworks zu benutzen, die nicht von Apple kommen. Hierunter fällt auch die Rendering Engine des Opera Mini. Dasselbe Schicksal hat übrigends auch Firefox auf dem iPhone schon erlitten. Evtl. waren der Mozilla CEO aber etwas cleverer, denn er hat gar nicht erst mit der Entwicklung für das iPhone begonnen.

Was bleibt? Auf jeden Fall ein schaler Beigeschmack, denn diese direkte Unterbindung von Konkurrenz kommt dem Windows + Internet Exporer Fall schon recht nahe. Es bleibt abzuwarten, wann der erste Apple-Konkurrent davon die Nase voll hat und gegen Apple klagt.

Auf jeden Fall bin ich mir sicher, dass der Benutzer sehr wohl in der Lage ist, zu entscheiden mit welchem Browser er die beste User Experience auf dem iPhone hat. Wenn er denn die Wahl hätte.

Author: Thomas Jaspers Tagged with:
Oct 28

Wie ZDNet berichtet schliesst Steve Jobs die Einführung eines Netbooks nicht aus. Apple hat hier durch die Touch-Technologien des iPhones sicherlich die technischen Möglichkeiten etwas Neues auf die Beine zu stellen.

Das Thema Netbook mit Touchscreen ist seit dem iPhone aktuell und wird z.B. auch bei Basic Thinking und zeitgeist diskutiert.

Persönlich stehe ich dem Netbook-Konzept eher kritisch gegenüber, selbst wenn es einen Touchscreen ala iPhone verpasst bekommen sollte. Die Gründe sind:

  • Es ist einfach zu unhandlich, um es immer dabei zu haben. Ausserdem macht das iPhone als mobiles Internet hier schon einen verdammt guten Job. Wer natürlich unterwegs längere Texte schreiben möchte, wird wohl mit dem iPhone nicht glücklich werden, aber dann wäre meiner Meinung nach ein Notebook die bessere Wahl.
  • Es ist zu klein, um es wirklich als komplettes Notebook zu nutzen.
  • Touchscreen und Tastatur passen für mich konzeptionell hier nicht zusammen. Der Weg von der Tastatur zum Bildschirm ist recht gross und ich kann mir nicht vorstellen ständig zwischen Tastatur und Touchscreen zu “pendeln”. Ein gutes Tochpad wäre für mich hier die bessere Wahl.

Continue reading »

Author: Thomas Jaspers Tagged with:
Oct 21

So, momentan geht es noch Schlag auf Schlag mit den Posts, da ich diese noch aus meinem (gar nicht so) alten iWeb Blog übernehme :).

Vor ein paar Wochen war ich bei einem guten Freund zu Besuch, der seinen Kalender über zwei Geschäfts-Standorte und einen privaten Kalender synchronisieren möchte. Das Ganze mit Windows und auf dem iPhone (einen Mac gibt es da noch nicht ;)). Dazu soll es auch an beiden Standorten ein Mail-System geben, in dem alle Mitarbeiter alle Anfragen sehen und bearbeiten können.

Tja, nichts einfacher als das dachten wir, aber das Ganze ist leider doch recht kompliziert, wenn man nicht auf einen Microsoft Exchange Server setzen möchte, der in der Administrierung doch recht viel Zeit kosten würde. Continue reading »

Author: Thomas Jaspers Tagged with:
preload preload preload